Umweltbewusstes sparen mit einem Strohballenhaus
Noch nicht lange gibt es Häuser aus Strohballen, viele werden jetzt denken: Das brennt bestimmt gut. Da kann man aber Entwarnung geben, denn das Stroh ist zwischen den Holzwänden so feste gepresst, dass das Haus nicht eher anfängt zu brennen wie ein normales Haus.
In einem Test müssen Häuser in kleinformat 90 Minuten lang dem Feuer stand halten, ohne dass sie anfangen zu brennen. Das Haus aus Strohballen hat den Test dabei bestanden. Doch warum sollte man beim Häuserbau auf Stroh zurückgreifen? Sie werden sich wundern, wieviele Vorteile ein Haus aus Strohballen hat.
Strohballenhaus – die Vorteile
Wirklich bekannt wurden Strohhäuser 1984 durch eine Vorstellung in einer amerikanischen Zeitschrift. Seitdem werden immer mehr Häuser aus Strohballen gebaut, denn Stroh ist nicht nur äußerst günstig, es dämmt die Wärme sogar besser als ein Energiesparhaus.
Stroh ist flexibel einsetzbar und man kann es leichter formen als zum Beispiel Holz oder Beton. Viele, normalerweise sehr teure Bauformen können so durchgesetzt werden. Abgerundete Ecken oder Torbögen sind leicht herstellbar und dabei nicht weniger wiederstandsfähig gegen Wettereinwirkungen wie Beton.
Beim betreten eines Strohballenhauses wird einem sofort die besonders gute Luft auffallen. Man bemerkt beim Atmen die frische und kann sich sicher sein, dass man keine Schadstoffe – wie sie oft in anderen Häusern vorkommen – einatmet. Auch die besonders gute Schalldämmung ist von Vorteil, bei diesen Verhältnissen ist ein guter Schlaf so gut wie garantiert.
Gegen Ungeziefer sind die Häuser ebenso gut geschützt wie alle anderen, denn durch die Pressung des Strohs sind sogar weniger Hohlräume als bei Holzhäusern vorhanden. Werden die Wände dazu noch verputzt, besteht genau so wenig Gefahr wie bei jedem anderen Haus.
Man spart bei Häusern aus Stroh deutlich an Heizkosten, durch die exzellente Dämmwirkung von Stroh ist es im Sommer angenehm kühl und im Winter schön warm. Auch wenn man mal nicht heizt, die Wärme bleibt enorm lange im Haus. Viele berichten von den warmen Wänden, die eine gemütliche Atmosphäre schaffen.
Auch bei Feuchtigkeit braucht man sich keine Sorgen machen, die Strohwände trocknen nach ihrer Errichtung schnell aus und haben danach wirklich gute Werte. Ein Feuchtegehalt von unter 14% ist optimal – bei den Wänden in einem Strohballenhaus wurden 13% gemessen.
Das Haus aus Stroh ist sehr Umweltfreundlich, birgt enorm viele Vorteile und ist deutlich günstiger als ein Haus aus herkömmlichen Baustoffen. Man spart nicht nur bei der Errichtung viel Geld, sondern auch durch die deutlich geringeren Heizkosten.
