Der Rabattretter bei der Autoversicherung

Grundsätzlich gilt wenn man einen Schaden am eigenen Fahrzeug selbst verschuldet hat, zahlt die Kfz Kaskoversicherung. Was man dabei jedoch in Kauf nehmen muss, ist die Tatsache, dass man in der Schadenfreiheitsklasse umgestuft wird und unter Umständen über Jahre hinweg wegen einem Kaskoschaden im Endeffekt mehr Beitrag bezahlt, als man  – abzüglich der regulären Höhe der Versicherungsprämie, wenn es zu keinem Schadensfall gekommen wäre – als wenn man den Schaden aus eigener Tasche beglichen hätte.

In diese Situation gar nicht erst kommen muss man, wenn man im Rahmen seiner Kfz Versicherung einen so genannten Rabattretter vereinbart hat. Beim Rabattretter unterscheidet man zwischen dem „echten“ und dem „unechten“ Rabattretter. Beim „unechten“ Rabattretter wird man beim ersten Unfall in der Schadenfreiheitsklasse nur soweit zurückgestuft, dass sich die Versicherungsprämie nicht erhöht, wobei man beim nächsten Unfall dann jedoch unwiderruflich in der nächst teueren SF-Klasse landet.

Wenn man jedoch keinen Rabattretter für den Schadenfreiheitsrabatt vereinbart hat, ist es so, dass aus einem günstigen Beitragssatz von 30 Prozent schnell wieder 45 Prozent werden.

Die kann unter Umständen einen Steigerung des Versicherungsbeitrages von jährlich mehreren Hundert Euro bedeuten. – Dabei dauert es dann wieder viele unfallfreie Jahre, bis man den günstigen alten Satz wieder erreicht hat.

Der Haken bei dieser Sache ist aber, dass von einigen Versicherungsgesellschaften ein Rabattretter erst ab der SF-Klasse 25 angeboten wird. – Das heißt für Autofahrer, die schon seit Jahrzehnten unfallfrei fahren. Und dieses Extra kostet dann natürlich auch noch einen Zuschlag. Andere Versicherungsgesellschaften hingegen bieten den Rabattretter auch schon an, wenn die Haftpflicht auf 60 Prozent und die Vollkaskoversicherung auf 70 Prozent steht.