Wellness aus Asien: Tai-Chi

Wörtlich übersetzt bedeutet Tai-Chi „Das höchste Prinzip“ und war früher eine alte chinesische Kampfkunst. Aktuell kommt Tai-Chi als Entspannungstechnik
zum Einsatz, in der durch langsame Bewegungen die innere Ruhe gefunden wird.

Die Übungen werden nach vorgeschriebenen Bewegungsabläufen durchgeführt. Dabei gibt es sowohl Einzel- als auch Partnerübungen, wobei teilweise auch Waffen wie Schwerter eingesetzt werden. Wie in den anderen asiatischen Entspannungstechniken, richtet sich auch hier das Hauptaugenmerk auf die im Körper fließenden Lebensenergien. Da Tai-Chi ursprünglich aus einer Kampfkunst entstanden ist, sind die Bewegungsabläufe darauf abgestimmt, die Muskeln zu stärken.

Die Bewegungen werden aber nicht schnell und kraftvoll wie in einem Kampf durchgeführt, sondern eher in einem Tempo, welches dem Zeitlupenmodus entspricht. Von den langsamen Abläufen profitieren neben der Muskulatur vor allem die Gelenke.

Tai-Chi wird auch als Bewegungs-Meditation bezeichnet und wirkt sich sehr beruhigend auf die Nerven aus. Dies hat eine sehr positive Wirkung auf die Psyche des Trainierenden. Deshalb kommt Tai-Chi oft als Behandlungsmethode für psychosomatische Erkrankungen vor.

Da die Bewegungsübungen sehr ruhig und langsam ausgeführt werden, ist es die ideale Möglichkeit aus dem Alltag zu entfliehen und sich voll und ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Man sollte mit Tai-Chi allerdings nur beginnen, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist. Denn Hektik und Zeitdruck findet im Tai-Chi keinen Platz.

Eine Tai-Chi Trainingseinheit kann durchaus 2 Stunden dauern. Da die Übungen komplett im Stehen durchgeführt werden, ist es gerade am Anfang sehr kräfteraubend.
Der Aufwand lohnt sich allerdings, denn schon nach kurzer Zeit spürt man die höhere Belastbarkeit des Körpers und die wohltuende Gelassenheit um Alltag.